Faburdon bezeichnet seit dem frühen 15.Jh. eine tiefe Gegenstimme zum burdon, dem Cantusträger (plainsong, mene) einer 3- und mehrst. engl. Stegreifpraxis (→ Bourdon IV.):
Der Ausdruck ist erstmals im Empfehlungsschreiben (zw. 1427 u. 1432) eines gewissen Richard Cliffe an den Prior von Durham belegt, in welchem dem für ein Vikariat vorgeschlagenen Kandidaten u.a. die Fähigkeit zugesprochen wird, zum faburdon ein treble zu singen:
Satztechnische Einzelheiten der Faburdon-Praxis bietet der Anon. Pseudo-Chilston...