Der Ausdruck offene Form begegnet seit dem Ende des 19. Jh. in singulären Belegen und unterschiedlichen musikalischen Zusammenhängen.
Beispielsweise umschreibt H. Riemann im Grundriß d. Kompositionslehre (Lpz. [1889] 41910, I, 75 f.) als „offene Form
‟ eine „paralysierte Schlußwirkung
‟, die dadurch entstehe, daß zum Ende einer „thematischen Bildung
‟ entweder „von der Tonika aus fortgeschritten wird, anstatt daß die Rückkehr zu ihr erfolgt
‟, oder „der Rückgang zur Tonika zwar erfolgt, aber… auf einen...