In den frühesten Belegen sind διαφωνεῖν, διαφωνία und διάφωνος für das „Auseinander-Tönen
‟ im negativen Sinne des nicht-Zusammenpassens von Tönen wie auch des Widerstreites nichtmusikalischer Sachverhalte gebraucht. So läßt Platon im Dialog Gorgias (nach 394) den Sokrates sagen, er halte es für besser, daß seine Lyra verstimmt (ἀνάρμοστον) und daher mißtönend sei (διαῲωνεῑν), desgleichen ein Chor, den er anzuführen hätte, und daß eher die meisten Menschen mit ihm nicht übereinstimmten, sondern ihm...