In zahlreichen Monochordmensurtexten des Mittelalters heißen die einzelnen Teilungs- oder Grenzpunkte der gespannten Saite, zuweilen auch deren Halterung oder Begrenzungssteg punctum. Dieser Sprachgebrauch geht, wie die lat. Tradition der Monochordlehre, auf Boethius zurück:
Boethius seinerseits schöpfte aus griech. Vorlagen. In IV, 18 gibt er eine Monochordmessung des Ptolemaios (Harmonika I, 8; ed. Düring 17f.) wieder, wobei punctum dem griech. σημεῖον entspricht; die ptolemäische Mensur blieb allerdings...