Im 14. Jh. bezeichnet retornellus im Sprachgebrauch der Poetik einen Textabschnitt in Sonett und Madrigal. So wird mit dem Ausdruck in der volkssprachlichen Lyrik des ital. Trecento ein dreizeiliges Gedicht mit meist gleichem Reim am Ende der ersten und letzten Zeile angesprochen.
Antonio da Tempo etwa beschreibt den Aufbau von Sonetten („sonetus retornellatus
‟) und Madrigalen („mandriales… cum retornellis
‟; → Madrigale II. (1)), die aus drei Versen bestehende „copulae
‟ (später „terzetti
‟ genannt)...