Die schon im 13. Jh. mehrfach belegte Lied-Benennung rondellus/rondel wird erstmals um 1300 von Johannes de Grocheo (der von cantilena rotunda bzw. rotundellus spricht) erklärt und dabei ausdrücklich auf formale Rundheit dank Refrainverwendung bezogen: durch Plazierung des gleichen Refrains (responsorium, refractus, refractorium, refrait; z.B. im 8zeiligen Rondeau: αβ αα αβ αβ) würde eine solche cantilena „nach Art eines Kreises
‟ zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren:
Ähnlich konstatiert noch 1548 Sebillet...